
In der Lebensmittelindustrie hören die Mikroben nicht auf zu existieren, nur weil man selbst Feierabend macht. Eine Oberfläche kann zwar sauber aussehen – doch sie kann dennoch voller Sporen, Hefen und gramnegativer Bakterien sein. Solche Bakterien verkürzen die Haltbarkeit der Produkte und können dazu führen, dass diese zurückgerufen werden müssen. Herkömmliche Desinfektionsverfahren verbrauchen viel Zeit, erzeugen Wärme und setzen starke Chemikalien ein. All das kostet Zeit und Geld.
Galliumiodidlampen gehen einen anderen Weg: Ihr UVC-Ausstrahlungsbereich ist gezielt auf eine bestimmte Aufgabe abgestimmt – nämlich die Abtötung von Mikroorganismen. Das ist eine zuverlässige Methode zur Desinfektion.
Was wirklich wichtig ist
Durch die Beimischung von Galliumiodid in Quecksilber ändert sich die Lichtwellenlänge des ausgesandten Lichts. Dadurch werden die langwelligen UV-Strahlen unterdrückt, während die Energie bei etwa 253,7 Nanometern konzentriert wird – genau dort, wo Mikroorganismen am empfindlichsten sind und deren DNA sowie RNA beschädigt werden.
Es handelt sich dabei nicht um eine breitbandige Desinfektion. Es handelt sich vielmehr um eine gezielte Steuerung der Lichtwellenlänge. Die Lampe liefert somit eine konstante Lichtintensität, die genau mit dem Absorptionsprofil der Mikroorganismen übereinstimmt. So kann eine tödliche Dosis geliefert werden, ohne auf zusätzliche Chemikalien angewiesen zu sein. In Kombination mit einem stabilen Quarzkörper und einem ozonfreien Design ergibt sich somit eine konstante Lichtintensität – Stunde für Stunde.
Warum das für die Lebensmittelindustrie geeignet ist
In einer Lebensmittelfabrik soll eine Entfernung von 99,9 % der Mikroorganismen auf Transportbändern, Bearbeitungsoberflächen und Verpackungslinien erreicht werden. Galliumiodidlampen ermöglichen eine solche Entfernung der Mikroorganismen, während die Produktionslinie weiterhin in Betrieb bleibt.
Da die Lichtwellenlänge begrenzt ist, trifft die Energie genau dort ein, wo sie benötigt wird. Dadurch kann die Mikroorganismenabtötung mit weniger Energie erreicht werden als bei breitbandigen Quellen. Somit lassen sich schnellere Prozesse realisieren, der Energieverbrauch sinkt und es werden weniger chemische Mittel benötigt – ohne dass die Produktionsgeschwindigkeit beeinträchtigt wird.
Details, die Probleme verursachen, wenn man sie ignoriert
Galliumiodidlampen haben spezielle Anforderungen bezüglich der Positionierung und des Balasts. Die Leistung und die Lebensdauer der Lampen hängen davon ab, ob die vorgeschriebene Spannung gehalten wird und ob die Ausrichtung des Lichtbogens innerhalb der Toleranzgrenzen des Herstellers liegt.
Die Sauberkeit und Ausrichtung des Reflektors beeinflussen direkt die Gleichmäßigkeit der Beleuchtung – daher sollte man darauf achten. Auch muss sich die Lampe perfekt in das Gehäuse einpassen, die nötige Einschaltspannung haben und im thermischen Profil des Gehäuses sitzen. Wenn etwas davon nicht eingehalten wird, führt das zu einer vorzeitigen Abnutzung der Lampe sowie zu ungleichmäßiger Lichtausbeute.