
Die Entwicklung von UV-Lampen, die tatsächlich in der Praxis funktionieren
Es hat 15 Jahre gedauert, bis wir aufhörten, einfach nur Markennamen auf die Geräte anderer Hersteller zu kleben, und stattdessen eigene UV-Härtungssysteme entwickelten.
Warum? Weil die meisten fertig verkauften Lampen eher ein Risiko darstellen. Sie berücksichtigen nicht die speziellen Eigenschaften der verwendeten Photoinitiatoren oder die hohen Temperaturen in einer Hochgeschwindigkeitsproduktionslinie. Sie funktionieren zwar „irgendwie“, aber nur vorübergehend.
Der Kampf zwischen Leistung und Lebensdauer
Hier machen viele Ingenieure Fehler: Sie versuchen einfach, mehr Leistung in die Lampe zu bringen. Sicherlich erhält man durch höhere Spannung in einem kurzen Quarzrohr eine sehr hohe UV-Intensität. Dadurch verkürzt sich die Härtzeit – das scheint wie ein Vorteil. Doch es gibt einen Haken: Dabei werden die Elektroden allmählich zerstört. Der Austauschzyklus wird dadurch stark verkürzt – plötzlich verbringt man seine Zeit damit, die Lampen auszutauschen, anstatt die Produktionslinie in Betrieb zu halten.
Wir gehen anders vor: Wir betrachten die tatsächliche Strahlungsintensität (in mW/cm²), die auf das Produkt trifft, und passen dann die Gasfüllung an – meist eine Mischung aus Argon und Krypton. Dadurch bleibt der Lichtbogen stabil. So erhält man die benötigte Leistung, ohne dass die Hardware innerhalb weniger Wochen zerstört wird.
Die richtige Glasart auswählen
Das gewählte Quarzmaterial ist entscheidend. Wenn es von minderer Qualität ist, absorbiert es das UV-Licht statt es zum Produkt zu lassen.
Wir verwenden hochreines synthetisches Quarzmaterial – es ist völlig durchsichtig. Bei schwierigen Anwendungen fügen wir außerdem dünne Schichten auf die Außenseite des Quarzes hinzu. Das hilft dabei, die IR-Strahlung abzufiltern, während das UV-Licht weiterhin durchgelassen wird.
Und wenn man Prozesse bei hohen Temperaturen durchführt? Dann verwenden wir Quarz mit dicken Wänden. Dadurch wird verhindert, dass das Rohr beim Erhitzen verbogen wird.
Details zur Hardware
Wir gestalten diese Lampen so, dass sie problemlos als Ersatz verwendet werden können. Egal ob R7- oder SK15-Anschlüsse verwendet werden – die Passform muss perfekt sein.
Eine schlechte Verbindung ist nicht nur lästig – sie erzeugt außerdem Hotspots. In extremen Fällen kann dadurch sogar der Anschluss selbst geschmolzen werden.
Noch ein wichtiger Punkt: Hochleistungs-UV-Lampen sind im Grunde genommen Raumheizungen. Wenn die Kühlventilatoren oder Wasserjacketts nicht richtig eingestellt sind, kann das Quarzmaterial durch thermische Belastungen zerbrechen. Das ist ein teurer und lästiger Fehler – doch er lässt sich leicht vermeiden, wenn man von Anfang an auf die Hitzeachtung achtet.