
Schauen Sie: UV-C-Lampen sind keine gewöhnlichen Glühbirnen, die man einfach in eine Deckenbeleuchtung einsetzen kann. Es handelt sich dabei um leistungsstarke Geräte, die kurzwellige Strahlung nutzen, um das DNA von Mikroben zu zerstören. Wenn wir diese Lampen in moderne Fabrikanlagen einsetzen, denken wir nicht mehr nur an einen einfachen „An-/Aus-Schalter“, sondern daran, wie man die Menschen schützen kann, während die Technik unter Kontrolle bleibt.
Schutz der Lampen
Man darf diese Lampen auf keinen Fall einfach so draußen lassen. Andernfalls drohen schlimme Hautverbrennungen und Augenschäden. Das ist ein Risiko, das wir nicht eingehen wollen. Deshalb umhüllen wir die Lampen mit undurchsichtigen, UV-blockierenden Gehäusen – meist aus Aluminium oder Edelstahl –, damit kein Licht nach außen dringen kann. Falls man doch einen Blick darauf werfen muss, was vor sich geht, sollte man nicht einfach ein Stück Glas verwenden. Normales Glas blockiert nämlich das UV-C-Licht. Das ist zwar gut für die Sicherheit, aber katastrophal für die Leistung der Lampe, wenn es dem Lichtstrahl im Weg steht. Besser ist es, UV-geschütztes Quarzglas oder einen bestimmten Typ von Polycarbonat zu verwenden.
Die Regel „Vertrauen Sie der Software nicht“
Was die Sicherheit angeht, gehen wir kein Risiko ein. Wir verwenden stattdessen physische Sicherheitssysteme. Ich meine dabei einen mechanischen Endschalter an der Tür. Sobald die Tür geöffnet wird, wird die Stromversorgung der Lampe unterbrochen. Punkt. Auf Softwareangaben zu vertrauen, bedeutet nur Probleme heraufzubeschwören. Wir verwenden außerdem UV-Sensoren, um die tatsächliche Lichtintensität zu überwachen. Wenn die Intensität unter einen bestimmten Wert fällt, sendet das System eine Meldung zur Wartung. Andernfalls arbeitet die Lampe zwar weiter, tötet aber eigentlich nichts. Das ist eine gefährliche Situation.
Das Problem mit der Hitze
Lampen mit hoher Leistung werden sehr heiß – besonders an den Elektrodern. Wenn die Belüftung nicht ausreicht, überhitzt das Gehäuse der Lampe. Dadurch kann die Lampe beschädigt werden. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsspiel: Man braucht ausreichend Kühlleistung, um alles stabil zu halten – aber auch nicht zu viel. Wenn die Lampe zu stark gekühlt wird, sinkt die Betriebstemperatur zu stark, und die Leistung der Lampe nimmt ab. Wir konzipieren unsere Ballastgeräte so, dass sie diese Schwankungen ausgleichen können, damit man nicht mit nervigem Flackern zu kämpfen hat.